Nils Kercher Duo - Uralte Ahnungen - feinsinnige und dynamische Weltmusik

Das Publikum wird bei Live Konzerten von Nils Kercher und seiner Partnerin Kira Kaipainen mit auf eine außergewöhnliche innere Reise genommen. Der uralte Puls afrikanischer Rhythmen wird kombiniert mit offenem und melodiösem, manchmal subtilem Gesang und einer Vielzahl von ethnischen und klassischen Instrumenten. In manchen Momenten webt der transparente Klang der 21-saitigen Kora einen Zauber, der die Zuhörer einhüllt.
Aus dieser Kombination ganz unterschiedlicher Stilrichtungen wächst ein neues, in sich stimmiges Ganzes - überraschend frisch und zugleich durchtränkt von einer zeitlosen Tiefe. Durch interaktive Kompositionen mit dem Publikum wird - in der Sprache unserer Kultur und unserer Zeit - etwas von dem Geist erfahrbar, der so lebendig und einmalig in den Dörfern Westafrikas zu finden ist und der keine Trennung von Musiker und Zuhörer kennt. Es entsteht eine besondere Atmosphäre, die noch lange nachklingt...
zur Person: Nils Kercher lernte in Guinea (Westafrika) von der allgegenwärtigen Musikalität der Menschen auf der Strasse, sowie bei international renommierten Musikern, wie z.B. Famoudou Konates Familie (Djembe Solist Nationalballett Africaines), Alseny Camara (Djembe Solist Ballett Djoliba), Fodé Kalissa (Kora/ Ballett Africaines), Koungbana Konde (Solist Percussion de Guinée) und Ba Cissoko.
Während er dort musikalisch an zahlreichen traditionellen Festen teilnahm, bekam er einen tiefen Einblick in für Nicht-Afrikaner häufig verborgende Aspekte der afrikanischen Kultur und dadurch einen Zugang zur spirituellen Essenz der afrikanischen Musik. Dies wird besonders spürbar bei seinen Live Konzerten. Er lernte neben traditionellem Gesang die dynamischen Rhythmen der Djembe, Basstrommeln und Woodblocks, sowie die sanfte Melodik des Balafons und der Kora (afrik.Harfe) zu spielen.
Seit 1992 gibt Nils Konzerte und Workshops, seit 1998 gemeinsam mit seiner Partnerin Kira Kaipainen (FIN). Bei ihren Konzerten bilden interaktive Kompositionen mit dem Publikum eine Basis für direkte Kommunikation über Musik.
1999 erschien seine Weltmusik CD "Rhythms of Silence", 2004 "Im Fluss der Musik", ein Djembe Kurs auf CD und 2009 das Album "Ancient Intimations."
Nils Kercher über den
Hintergrund seiner Musik:
Meine Reisen nach Westafrika haben mich sehr geprägt und verändert, aber natürlich keinen Afrikaner aus mir gemacht. Es ist mir bewusst, dass ich so viele Elemente und Instrumente aus der westafrikanischen Musik einsetze, und doch fühle ich mich gleichzeitig frei von jeglichem musikalischen Genre. Wir alle haben aus uralten Zeiten "Stammes-Musik" in unseren Zellen und eine Sehnsucht danach, gemeinsam in den Fluss der Musik einzutauchen. Musik ist dann die Brücke in eine Welt, die hinter der oberflächlichen Realität liegt und weniger eine Demonstration von Virtuosität, die eher einen isolierenden Effekt mit sich bringt. In Afrika habe ich erlebt, wie den Menschen diese Fähigkeit noch viel vertrauter und selbstverständlicher ist. Während mancher Momente wurde meine Sehnsucht dort erfüllt und meine innere Ahnung bestätigt. Ich sehe allerdings auch, dass diese zeitlose Flamme auch dort im gleichen Verhältnis abnimmt, in dem sich mehr Internetverbindungen, Fernsehen und Waffen aus unserer Welt dort ausbreiten.
Auf meine eigene Art und Weise, ist es in mir, dieser Flamme Raum zu geben, in sie hineinzupusten. Nicht als ein Versuch, alte Traditionen zu konservieren oder zu erhalten " das würde nur das Lebendige an dieser uralten Quelle ersticken" sondern als frisches Lauschen auf das, was in jedem Moment neu von Innen aufsteigt.
Diesem Geist widme ich meine Musik.
www.nilskercher.de
Die Hingabe für das Gesamte bringt den Kreis in Kontakt mit einer Quelle, die wie von alleine aus der Kreismitte heraus ihre eigenen Geschichten erzählt. Dann fängt der Tanz selbst an, durch uns zu tanzen.
Kira Kaipainen:
Kira Kaipainen (FIN): Nach intensiver Beschäftigung mit Körperarbeit und verschiedenen Tanzstilen nahm sie während wiederholter Aufenthalte in Guinea und Gambia (Westafrika) Unterricht bei der künstlerischen Leiterin des Nationalballetts, Manana Cissé und anderen Tänzern/innen des ”Balletts Africaine”/ Conakry. In den Dörfern tanzte sie mit den Frauen, die bis heute ihren traditionellen Stil beibehalten haben und noch nie vor einem Spiegel getanzt haben. Sie sieht Tanz als eine Brücke zur Schönheit, Würde und erdigen Kraft, die jede(r) im eigenen Körper finden kann.